centrotherm photovoltaics kritisiert die beabsichtigte Energiepolitik der Bundesregierung als „Energiekonzept ohne Sonne“

Blaubeuren, 08.09.2010

Die Bundesregierung hat das Kunststück vollbracht, die Sonnenenergie als die erneuerbare Energiequelle mit dem höchsten energetischen Potenzial nur am Rande im neuen Energiekonzept der Bundesrepublik Deutschland zu erwähnen. Offensichtlich gehört die Sonnenenergie nicht mehr zu den zentralen Säulen der Energieversorgung“, erklärt Wolfgang Seeliger, Leiter Konzernentwicklung und Strategie der centrotherm photovoltaics AG, weltweit der zweitgrößte Technologielieferant und Anlagenbauer der Photovoltaikbranche. „Uns geht es um die ökologische Sache. Da wir mehr als 94 Prozent unseres Umsatzes im Ausland erzielen, sind wir von der Energiepolitik der Bundesregierung nur marginal betroffen. Wir möchten aber auch Solarstrom in Deutschland bezahlbar machen.“

Überhaupt scheint es so, dass insgesamt die Erneuerbaren Energien (EE) im neuen Energiekonzept der Bundesregierung nur stiefmütterlich behandelt werden: Mit 1,3 Mrd. Euro fließen bis 2016 nur rund ein Zehntel der Gesamteinnahmen aus Steuern und Abgaben den EE zu. „Da sind für die grüne Zukunftsenergie nur die Brotkrümel übrig geblieben“, kritisiert Seeliger.

Während viele Teile des Energiekonzeptes grundlegend richtige und zukunftsweisende Aussagen, insbesondere auch zur Netzintegration enthielten, fänden Kernkraft und die Kohlendioxid-Entsorgung über CCS (Carbon Capture Storage) massive Erwähnung. Die Überbewertung der CCS-Thematik lege einen falschen Schwerpunkt: Die Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) hat bereits 2009 in einer Studie festgestellt, dass die CO2-Vermeidung mit Solaranlagen mittelfristig genauso günstig und langfristig sogar günstiger ist als mit CCS.

Ein weiterer Grund für eine ausgewogene Energiepolitik mit Solarkraft sei beispielsweise, dass ein 40-prozentiger Solaranteil in einem Netz mit 100-prozentiger EE laut Berechnungen des Fraunhofer-Instituts in Kassel den Speicherbedarf minimiere. Energie die nicht gespeichert werden müsse, koste kein zusätzliches Geld.

“Mit einem Prozent der deutschen Landfläche könnten theoretisch über 90 Prozent des deutschen Strombedarfs mit Photovoltaik (PV) erzeugt werden“, so Seeliger. Zum Vergleich: Für Verkehrsflächen haben wir bereits etwa 4,5 Prozent der Landfläche verbraucht. Interessant sei, dass der Flächenverbrauch der PV dabei nicht höher sei als der von Braunkohlekraftwerken.

Sehr überraschend sei, dass das Energiekonzept sich die massive Biomasse-Förderung auf die Fahnen geschrieben habe. Diese verbrauche immerhin das 10- bis 20-Fache an Fläche verglichen mit der PV.

„Uns fasziniert der Gedanke, dass ein Tag Sonnenstrom ausreicht, den kompletten Weltenergiebedarf eines Jahres zu decken. Dieses Potenzial gilt es entsprechend zu fördern und zu nutzen“, so Seeliger. „Und das ganz umweltfreundlich, ohne das Treibhausgas CO2.“

Über centrotherm photovoltaics AG

Die centrotherm photovoltaics AG mit Sitz in Blaubeuren ist einer der weltweit führenden Technologie- und Equipmentanbieter der Photovoltaikbranche. Das Unternehmen stattet namhafte Solarunternehmen und Branchen-Neueinsteiger mit schlüsselfertigen („Turnkey“) Produktionslinien und Einzelanlagen für die Herstellung von Silizium, kristallinen Solarzellen und -modulen sowie Dünnschichtmodulen aus. Damit verfügt der Konzern über eine breite und fundierte Technologiebasis sowie Schlüsselequipment auf nahezu allen Stufen der photovoltaischen Wertschöpfungskette. Seinen Kunden garantiert centrotherm photovoltaics wichtige Leistungsparameter wie Produktionskapazität, Wirkungsgrad und Fertigstellungstermin. Der Konzern beschäftigt mehr als 1.300 Mitarbeiter und ist weltweit in Europa, Asien und den USA aktiv. Im Geschäftsjahr 2009 erzielte centrotherm photovoltaics bei einem Umsatz von 509,1 Mio. Euro ein EBIT von 37,2 Mio. Euro und ist im TecDAX an der Frankfurter Wertpapierbörse gelistet.


centrotherm photovoltaics AG
Johannes-Schmid-Strasse 8
89143 Blaubeuren
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ISIN: DE000A0JMMN2
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Zulassung: Regulierter Markt/Prime Standard, Frankfurter Wertpapierbörse
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